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Wenn Familienorganisation überfordert – Wie Eltern die Last im Familienalltag gerecht aufteilen können

Die Organisation des Familienalltags kann überfordern. Betroffen sind immer noch meist Mütter. In der neuen Folge des Eltern-Podcasts „FAMILIE leben“ mit Julia Dahmen erklärt Autorin Laura Fröhlich, wie Eltern aus der Mental-Load-Falle finden können.

veröffentlicht am 10.02.2025

Schon werdende Eltern sollten aktiv darüber sprechen, wie sie sich bezahlte und unbezahlte Arbeit aufteilen möchten. Das empfiehlt die Autorin, Journalistin und Podcasterin Laura Fröhlich in der neuen Folge des Eltern-Podcasts FAMILIE leben des Don Bosco Magazins. Sonst könnten später „richtig hartnäckige Konflikte“ entstehen, erklärt sie im Gespräch mit Host Julia Dahmen über das Thema Mental Load. Der Begriff beschreibt „die Last des an alles denken Müssens“, wie Fröhlich erklärt.

Aufgaben wöchtenlich aufteilen 

Was im Familienalltag jeden Tag anfällt, könne „zu einer großen Belastung werden, die ganz besonders häufig Frauen trifft“, erklärt die Expertin. „Es ist wie beim Einkauf im Supermarkt. Es ist nicht nur das Einkaufen selbst, sondern eben auch das Listeschreiben und überlegen, was gibt es überhaupt zu essen.“ Fröhlich kennt das Thema aus eigener Erfahrung: „Ich kam zu dem Thema, weil ich auch selbst betroffen war, mein Kopf ständig voll. Ich habe mich total überlastet gefühlt und dachte immer, ich bin schlecht organisiert oder mein Mann kümmert sich nicht genug.“ Überlastung durch Mental Load liege aber „meist nicht an einzelnen Personen“, sondern daran, dass „auch gesellschaftlich ein großer Druck zum Beispiel auf Müttern lastet, sich um alles kümmern zu müssen“, macht sie deutlich.

Fröhlich empfiehlt Eltern deshalb ein wöchentliches Küchenmeeting, in dem sie die Aufgaben der kommenden Woche durchsprechen und aufteilen können. „Das Gute ist: Wenn Eltern zusammen diese Aufgaben besprechen, kommen oft auch die besten Lösung raus“, sagt sie. Etwa bei der Organisation des nächsten Kindergeburtstags: „Ich mache die Erfahrung, dass mein Mann da sehr viel unkomplizierter rangeht.“ Auch die eigenen Emotionen sollten in diesen Gesprächen Platz finden. „Die erste und wichtigste Frage ist eigentlich: Wie geht es uns gerade“, stellt sie klar. Diese emotionale Ebene sei sehr wichtig.

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Host:  Julia Dahmen 
Gast: Laura Fröhlich
Redaktion & Schnitt:  Christoph Sachs
Sprecher Intro:  Marc Rosenberg

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